Selbstzahlerleistung

Prävention und Longevity-Medizin

Check-up, Laborwerte und Beratung zum Lebensstil

Präventionsmedizin fragt, wie Sie gesund bleiben: Anamnese, körperliche Untersuchung, ausgewählte Laborwerte und ein Gespräch über Bewegung, Ernährung, Schlaf und Belastungen. Unter dem Begriff Longevity werden solche Angebote heute oft zusammengefasst.

Ärztin im Gespräch mit einem älteren Patienten

Diese Leistung zahlt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel nicht.

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt den Gesundheits-Check-up einmal zwischen 18 und 34 Jahren und ab 35 Jahren alle drei Jahre. Was darüber hinausgeht, ist eine Selbstzahlerleistung. Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif.

Ärztliche Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Deshalb nennen Praxen hier einen Ab-Preis oder eine Spanne. Vor der Behandlung erhalten Sie die voraussichtlichen Kosten in Textform; gesetzlich Versicherte schließen vorher eine schriftliche Vereinbarung.

Was meist dazugehört

  • Ausführliches Gespräch über Vorgeschichte, Familie und Lebensumstände
  • Körperliche Untersuchung, Blutdruck, Gewicht und Bauchumfang
  • Laborwerte nach ärztlicher Auswahl, zum Beispiel Blutfette, Blutzucker, Nieren- und Leberwerte
  • Besprechung der Ergebnisse und schriftliche Empfehlungen zum Lebensstil

Was genau eine Praxis anbietet, steht bei ihrem Angebot.

Was es nicht leisten kann

  • Kein Test kann vorhersagen, wie lange oder wie gesund jemand lebt.
  • Mehr Laborwerte bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit; auffällige Werte ohne Beschwerden führen manchmal zu weiteren Untersuchungen ohne Nutzen.
  • Bei Beschwerden ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle, nicht ein Check-up.

Geprüfte Angebote

Angebote von Ärztinnen und Ärzten. Die Texte stammen von den Praxen und wurden vor der Veröffentlichung von DocPauli auf sachliche Darstellung geprüft.

Häufige Fragen

Allgemeine Informationen, keine Diagnose und keine Empfehlung für eine bestimmte Behandlung.

Welche Laborwerte sind sinnvoll?

Das hängt von Alter, Vorgeschichte und Familie ab und gehört in das ärztliche Gespräch. Sinnvoll ist, was eine Entscheidung verändern kann. Lange Listen ohne Anlass bringen selten Nutzen.

Was ist der Unterschied zum Check-up der Krankenkasse?

Der Check-up der Krankenkasse umfasst Gespräch, Untersuchung und einige Laborwerte in festen Abständen. Selbstzahlerangebote gehen darüber hinaus, etwa mit mehr Zeit oder weiteren Werten. Nutzen Sie zuerst den Check-up, der Ihnen zusteht.

Was kostet eine Selbstzahlerleistung?

Jede Praxis nennt ihren Preis als Ab-Preis oder als Spanne. Ärztinnen und Ärzte berechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Der Betrag ergibt sich aus den einzelnen Gebührenziffern und einem Steigerungssatz, der sich nach Schwierigkeit und Zeitaufwand richtet. Deshalb steht bei ärztlichen Leistungen kein Festpreis. Vor der Behandlung erhalten Sie die voraussichtlichen Kosten in Textform.

Zahlt meine Krankenkasse etwas dazu?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt Selbstzahlerleistungen in der Regel nicht. Manche Kassen erstatten einzelne Leistungen freiwillig als Satzungsleistung, zum Beispiel Reiseimpfungen. Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten je nach Tarif. Fragen Sie am besten vor dem Termin nach und heben Sie die Rechnung auf.

Was ist die GOÄ?

Die Gebührenordnung für Ärzte ist eine Verordnung des Bundes. Sie legt für jede ärztliche Leistung eine Punktzahl fest; aus Punktzahl, Punktwert und Steigerungssatz ergibt sich der Preis. Leistungen, die über das medizinisch Notwendige hinausgehen, darf eine Praxis nur berechnen, wenn Sie sie ausdrücklich wünschen (§ 1 Abs. 2 GOÄ).

Muss ich vor der Behandlung etwas unterschreiben?

Die Praxis muss Sie vorher in Textform über die voraussichtlichen Kosten informieren (§ 630c Abs. 3 BGB). Gesetzlich Versicherte schließen vor einer Selbstzahlerleistung eine schriftliche Vereinbarung mit der Praxis. Sie dürfen sich Bedenkzeit nehmen; die Buchung eines Beratungstermins verpflichtet Sie zu keiner Behandlung.

Ärztin, Arzt oder Heilpraktiker: Wo ist der Unterschied?

Ärztinnen und Ärzte haben Medizin studiert und sind approbiert. Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker haben eine behördliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, aber kein Medizinstudium. Bei jedem Angebot steht, wer es erbringt.

Wer prüft die Angebote?

DocPauli prüft jedes Angebot vor der Veröffentlichung darauf, dass es sachlich ist: keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel, keine Vorher-Nachher-Bilder, keine Erfolgsversprechen, ein nachvollziehbarer Preis. Für die medizinische Leistung ist allein die Praxis verantwortlich. DocPauli erhält von der Praxis kein Geld pro Buchung.

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Diese Informationen sind allgemein gehalten und ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: Oktober 2026.